Eine breitere Allianz für eine inklusive Schweiz
Medienmitteilung vom 15. September 2026
Der Verein für eine inklusive Schweiz stellt sich breiter auf: An seiner Generalversammlung wurden neue Mitglieder in den Vorstand gewählt und die Trägerschaft um zwei Organisationen erweitert. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen in die gemeinsame Arbeit für Gleichstellung und Selbstbestimmung ein.
Mit ARTISET und Inclusion360 sind zwei neue Organisationen im Vorstand des Vereins für eine inklusive Schweiz, Trägerverein der Inklusions-Initiative vertreten. Beide unterstützen die Ziele der Initiative und wollen sich sehr engagiert für deren Anliegen einsetzen.
ARTISET: Förderung der partizipativen, bedürfnisorientierten Begleitung
ARTISET ist die Föderation der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf und vertritt gemeinsam mit ihren Branchenverbänden INSOS, CURAVIVA und YOUVITA rund 3'100 Organisationen in der Schweiz. Zusammen mit INSOS, dem Branchenverband der Dienstleister für Menschen mit Behinderungen, unterstützt ARTISET die Inklusions-Initiative. ARTISET und INSOS setzen sich für die Weiterentwicklung der institutionellen Angebote hin zu einer partizipativen, bedürfnisorientierten Begleitung ein, welche Menschen mit Behinderungen eine volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft sowie eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht.
INSOS-Geschäftsführerin Dalit Jäckel-Lang nach der Wahl in den Vorstand: «ARTISET und INSOS engagieren sich seit Jahren überzeugt für die Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention und für mehr Inklusion. Umso mehr freue ich mich, unsere Perspektive in die Vorstandsarbeit einzubringen.»
Inclusion360: Die Bewegung stärken und vernetzen
Menschen mit Behinderungen sind in der Politik und in Entscheidungsgremien kaum vertreten. Dadurch wird häufig über sie statt mit ihnen gesprochen. inclusion360 schafft deshalb Plattformen, vernetzt Menschen mit und ohne Behinderungen und baut Barrieren ab. Damit insbesondere Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt an Gesellschaft und Politik teilhaben können. inclusion360 organisiert die jährlich wachsende «Nationale Kundgebung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen» an der konkrete Rechte eingefordert werden.
Lea Sandoz-Mey, Präsidentin und Gründerin des Vereins inclusion360: «Eine Demokratie ist nur stark, wenn alle Menschen teilhaben und mitentscheiden können. Die tatsächliche und rechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ist kein Wunsch, sondern ein Menschenrecht. Sie muss endlich in der Verfassung verankert und im Alltag Realität werden. Als Trägerorganisation werden wir unsere ganze Kraft dafür einsetzen, die Inklusionsbewegung und die breite Zivilgesellschaft zu mobilisieren. Gemeinsam sind wir viele, gemeinsam haben wir die Chance, etwas zu verändern.»
Präsident Islam Alijaj zum neu gewählten Vorstand: «Ich freue mich sehr über das Engagement von ARTISET, INSOS und dem Verein inclusion360. Mit dem Beitritt zum Verein für eine inklusive Schweiz tragen sie wesentlich zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Selbstvertretung sowie Behindertenorganisationen und -institutionen bei.»
Mit der Erweiterung wird die Allianz hinter der Inklusions-Initiative breiter und vielfältiger. Gemeinsam mit den bisherigen Trägerorganisationen Inclusion Handicap, Agile, Amnesty International Schweiz und dem Verein Tatkraft sowie zahlreichen weiteren unterstützenden Organisationen setzt sie ein klares Signal: Inklusion ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe.
Weitere Informationen zu den neuen Vorstandsmitgliedern des Vereins für eine inklusive Schweiz
Medienkontakt:
Iris Hartmann, Geschäftsleiterin Verein für eine inklusive Schweiz
T: 076 612 02 69, M: info@inklusions-initiative.ch
Der Verein für eine inklusive Schweiz ist Trägerverein der Inklusions-Initiative und wird gestützt von Agile, Amnesty International Schweiz, Inclusion Handicap, ARTISET/INSOS, Verein inclusion360 und Verein Tatkraft, die zusammen über 50 Organisationen vertreten.
Über die Inklusions-Initiative
Die Inklusions-Initiative fordert die effektive Gleichstellung, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz für Menschen mit Behinderungen. Die Volksinitiative wurde am 5. September 2024 eingereicht und ist mit 107'910 gültigen Unterschriften offiziell zustande gekommen. Sie befindet sich aktuell im parlamentarischen Prozess und wird an der Herbstsession 2026 im Nationalrat debattiert.